Lektion 4: Denkmäler

Sprechen

Denkmäler: Ort und Erinnerung

Sehen Sie sich die folgenden Bilder von Denkmäler an. Diskutieren Sie mit einer anderen Person oder mit einer Gruppe: Woran erinnert dieses Denkmal? Wann wurde das Denkmal errichtet, meinen Sie? Was ist das Ziel des Denkmals?

Schreiben oder Diskutieren

Warum gibt es Denkmäler? Was ist das Ziel oder der Zweck? Und warum gibt es Denkmäler in spezifischen Orten? Was meinen Sie: ist es wichtig, in historischen Orten über die Vergangenheit nachzudenken oder zu lernen? Warum oder warum nicht?

 

zurück nach oben

 

Wortschatz

Wiederholung

Sie haben schon über Denkmäler in der Lektion “Reisen und Erinnern” (Reisen und Transport, Einheit 2, Lektion 6 und die Erweiterung dieser Lektion) gelernt. Vielleicht möchten Sie zurück zu dieser Lektion gehen und den Inhalt wiederholen. Als Wiederholung gibt es auch hier zwei Wortschatzaktivitäten aus dieser Lektion.

Sprechen

Schauen Sie jetzt die Beispiele oben (in “Sprechen”) nochmals an. Zu welcher Kategorie passen diese Beispiele: Denkmal, Gedenkstätte, Mahnmal? Diskutieren Sie mit einer Gruppe oder einer anderen Person. Und hier brauchen Sie ein neues Vokabelwort: die Gedenktafel. Aus welchen zwei Wörtern stammt das Wort? Können Sie raten, was das Wort bedeutet? Welche Beispiele davon sehen Sie in den Fotos oben?

 

Hören

Vor dem Hören

icon with computer showing online search“Welche Denkmäler sehen Sie, wenn Sie in Wien unterwegs sind?” Diese Frage wurde an zwei Personen in den folgenden Interviews gestellt. Was wissen Sie über Denkmäler, Gedenkstätte und Mahnmale in Wien? Besuchen Sie die Webseite errinnern.at (und besonders die Webpage über Gedächtnisorte und Gedenkstätten) und informieren Sie sich. Surfen Sie und suchen Sie Infos aus, die Sie interessant finden. Dann wählen Sie einen spezifischen Ort und sammeln Sie Details über diese Gedenkstätte.

 

Sprechen

  • Was haben Sie in der Internetsuche gefunden? Berichten Sie von den Ergebnissen!
  • Welche Denkmäler sehen Sie, wenn Sie in Ihrer Heimat unterwegs sind? Gibt es Denkmäler oder andere Erinnerungsorte? Gibt es Standbilder oder Statuen? Gibt es öffentliche Kunstprojekte, die mit dem Ort oder mit der Vergangenheit verbunden sind? Wenn ja, welche? Beschreiben Sie sie! Wenn nein, welche Beispiele kennen Sie aus anderen Städten oder Ländern?

Hören

Video to come! For now here is the transcript:

Slide: Welche Denkmäler sehen Sie, wenn Sie unterwegs in Wien sind? Christian

Christian 11:07-11:28: Ja, also, Schloss Schönbrunn, zum. Beispiel. Das liegt, wenn ich, wenn ich die wenige Male mit dem Auto unterwegs bin, liegt das auf meinem Weg. Dann wenn ich laufen gehe, dann Sport mache, dann die Kirche am Steinhof.

Slide: Sehen Sie manchmal die Stolpersteine oder andere Elemente der Wege der Erinnerung? Christian

Christian 11:49-12:30: Sehe ich in Wien weniger. In anderen Städten sieht man sie öfter und auch finde ich etwas deutlicher. Ich war vor einer Woche in Berlin. Und dort ist es öfter zu sehen als hier in Wien. Es gibt’s, ich weiss es, aber es gibt’s vor allem im zweiten Bezirk, wo es eine große jüdische Community war, und sonst sieht man eher weniger in Wien.

Christian 12:29-12:53:  Ich finde die Idee sehr gut. Man bekommt dadurch einen Eindruck und eine Möglichkeit sich zu erinnern und nicht zu vergessen.

Slide: Welche Denkmäler sehen Sie, wenn Sie unterwegs in Wien sind? Christine

Christine 6:22-6:42: Es gibt in Wien viele Denkmäler. Am wichtigsten empfinde ich das Hrdlicka Denkmal bei der Albertina, weil das einfach geschichtlich so wichtig ist, das ist mir wichtiger als das Johann Strauß Denkmal im Burggarten.

Slide: Sehen Sie manchmal die Stolpersteine oder andere Elemente der Wege der Erinnerung? Christine

Christine 7:24-8:35: Ja, sie sind mir aufgefallen, vor allem im 2. Bezirk. Aber auch ähnliche Projekte. Es gab einmal ein Projekt, “Letter to the Stars” hat es geheißen, wo vor allem mit Schülern Briefe und Interviews mit Holocaust Überlebenden gemacht wurden und die wurden dann auch veröffentlicht. Außerdem gab es in letzter Zeit ein sehr schönes Projekt, wo Namen von Holocaust Opfern auf der Prater Hauptallee mit Kreide aufgeschrieben wurden. Das sind alles im Prinzip Einzelinitiativen, die sehr gut sind und sehr schön sind. Dennoch denke ich, dass es eben nur Einzelinitiativen sind aber von der Stadt her mehr gefördert werden könnte.

Arbeit mit dem Hören

 

zurück nach oben

 

Lesen

Weg der Erinnerung

Lesen Sie diesen Text über “Wege der Erinnerung durch die Leopoldstadt / Steine der Erinnerung (Wien)”. Falls die Link nicht funktioniert, googeln Sie diese Begriffe und suchen Sie Information über das Projekt.

Dann beantworten Sie folgenden Fragen:

icon reading "von Hand" with paper and pencil

  1. In welchem Bezirk sind die Steine der Erinnerung? Warum?
  2. Was sind die Ziele des Projekts?
  3. Wie viele “Steine der Erinnerung” gibt es in Wien?
  4. Was gibt es bei jeder Station von dem Weg der Erinnerung?

 

Stolpersteine in Berlin

Berlin ist berühmt für das Stolpersteine-Projekt, das als “Steine der Erinnerung” in Wien bezeichnet werden. Wie ist das Projekt in Berlin anders als das Projekt in Wien? Besuchen Sie die Hompage von Stolpersteine in Berlin und beantworten Sie die Fragen dazu (falls die Link nicht funktioniert, googeln Sie diese Begriffe und suchen Sie Information über das Projekt):

  1. Was ist das Ziel des Projekts?
  2. Wer hat die Stolpersteine entworfen? Wessen Idee war das Projekt?
  3. Seit wann gibt es die Stolpersteine in Berlin?
  4. Beschreiben Sie die Steine: Wie groß sind sie? Was steht darauf? Wo sind sie?

Wiederholung: Wege beschreiben

icon with computer showing online searchBei der “Stolpersteine in Berlin” Webseite gibt es einige Spaziergänge, die zu wichtigen Erinnerungsorten führen. Finden Sie einen Stadtplan mit so einem Spaziergang. Dann beschreiben Sie den Weg, der auf dem Stadtplan gezeigt wird. Kopieren Sie auch die URL und geben Sie die Link als auch die Beschreibung schriftlich ab.

 

Zum Beispiel: “Man beginnt bei der U-Bahnhaltestelle “Platz der Luftbrücke.” Von der Dudenstraße biegen Sie nach links in den Mehringdamm ab. Gehen Sie bis zur Fidicinstraße und dann nach rechts, usw…”

 

Steine der Erinnerung: Beispiele

Schauen Sie folgende Bilder an und lesen Sie die Beschriftungen.

zurück nach oben

 

Strukturen

Wiederholung von Vergangenheitsformen: das Perfekt und das Präteritum

Wie Sie schon gelernt haben, gibt es auf Deutsch zwei Vergangenheitsformen (=past tense forms) auf Deutsch: das Perfekt und das Imperfekt. Das Perfekt wird öfters im Sprechen und in informellem Schreiben verwendet, während das Imperfekt häufig in formellen Schriften und Geschichten benutzt wird.

Das Perfekt

Sie haben in Familie und Freunde, Lektion 3 und Lektion 4 das Perfekt zuerst gelernt. Wenn Sie möchten, können Sie zurück zu diesen Lektionen gehen und die Beschreibung (auf Englisch!) lesen—und vergessen Sie nicht, dass es auch Information in den Erweiterungen zu diesen Lektionen gibt.

Das Perfekt besteht aus zwei Teile: das Hilfsverb (haben oder sein) und das Partizip:

Ich habe das Schloss Schönbrunn gesehen.
Wir haben das Schloss zwei Mal besucht.
Bist du auch zum Schloss Schönbrunn gegangen?
Was hast du gesagt?

Das Partizip

Schwache Verben bilden das Partizip so: ge-[Verbstamm]-t.

Zum Beispiel: gemacht, gesagt, gefördert

Die Partizipien von starken Verben enden in -en, und man muss die Formen einfach lernen.

Zum Beispiel: gegangen, gefahren, gesehen, geschrieben

Dann gibt es leider einige Ausnahmen (wie immer!):

  • gemischte Verben sind unregelmäßig, aber das Partizip endet mit -t. Beispiele: bringen >> gebracht; kennen >> gekannt; wissen >> gewußt.
  • Verben, die mit -ieren enden, haben kein ge-Präfix in dem Partizip. Beispiele: studieren >> studiert; telefonieren >> telefoniert
  • für Verben mit trennbaren Präfixen steht das trennbare Präfix vor dem “ge.” Beispiele: anrufen >> angerufen; mitgehen >> mitgegangen; aufschreiben >> aufgeschrieben
    • häufige trennbare Präfixen sind: ab, an, auf, aus, bei, ein, los, mit, nach, her, hin, vor, weg, zu, zurück
  • für Verben mit untrennbaren Präfixen gibt es kein ge-Präfix in dem Partizip. Beispiele: veröffentlichen >> veröffentlichen; bekommen >> bekommen; besuchen ?>> besucht
    • häufige untrennbare Präfixen sind: be-, emp-, ent-, er-, ge-, miss-, ver-, zer-

 

Hilfsverb: haben oder sein?

Wann benutzt man haben und wann benutzt man sein als Hilfsverb? Man benutzt im Allgemein haben als Hilfsverb aber mit folgenden Ausnahmen:

  1. man benutzt sein wenn es Bewegung von einem Ort zu einem anderen Ort gibt: Ich bin nach Wien gefahren.
  2. man benutzt sein wenn es einen Wandel in dem Zustand (change of state) gibt: Ich bin eingeschlafen.
  3. man benutzt sein mit den Verben sein, bleiben, passieren und geschehen: Ich bin einen Monat in Berlin geblieben.

 

Das Imperfekt (das Präteritum)

Sie haben das Imperfekt (oder das Präteritum) in Reisen und Transport, Lektion 1, Lektion 2 und Lektion 3 gelernt. Wenn Sie möchten, können Sie zurück zu diesen Lektionen gehen und die Beschreibung (auf Englisch!) lesen—und vergessen Sie nicht, dass es auch Information in den Erweiterungen zu diesen Lektionen gibt.

Das Imperfekt wird wie schon gesagt in formellen Reden und in Geschichten benutzt, und es besteht aus nur einer Form. Tabellen mit Details gibt es in der Erweiterung zu dieser Lektion.

Achtung: das Imperfekt (und nicht das Perfekt) wird fast immer mit den folgenden Verben verwendet: sein, haben, werden, wissen, geben und die Modalverben (können, wollen, müssen, sollen, dürfen, mögen).

Ich war in Berlin (seltener: Ich bin in Berlin gewesen)
Ich hatte nicht viel Zeit (seltener: Ich habe viel Zeit gehabt)
Es gab in letzter Zeit ein schönes Projekt, “Letter to the Stars” (seltener: Es hat ein Projekt gegeben)

Wiederholen wir die Formen von diesen häufigen Verben (sein, haben, werden, Modalverben)

singular plural 
ichhattewir hatten
duhattestihrhattet
SiehattenSiehatten
sie/es/er
xier/they
hattesiehatten
singular plural 
ichwarwir waren
duwarstihrwart
SiewarenSiewaren
sie/es/er
xier/they
warsiewaren
singular plural 
ichwurdewir wurden
duwurdestihrwurdet
SiewurdenSiewurden
sie/es/er
xier/they
wurdesiewurden
 Endungwollensollenkönnenmüssendürfenmögen
Singular
ich-tewolltesolltekonntemusstedurftemochte
du-testwolltestsolltestkonntestmusstestdurftestmochtest
Sie-tenwolltensolltenkonntenmusstendurftenmochten
sie / es / er / xier-tewolltesolltekonntemusstedurftemochte
Plural
wir-tenwolltensolltenkonntenmusstendurftenmochten
ihr-tetwolltetsolltetkonntetmusstetdurftetmochtet
Sie-tenwolltensolltenkonntenmusstendurftenmochten
sie-tenwolltensolltenkonntenmusstendurftenmochten

 

Identifizieren

Schauen Sie den Text über den Weg der Erinnerung nochmals an. Was für Zeitformen sehen Sie? Wo wird da Imperfekt verwendet? Wo wird das Perfekt verwendet?

Sprechen

Was für Denkmäler haben Sie mal gesehen? Wo waren diese Denkmäler? Was gab es an diesem Ort als Erinnerung? Diskutieren Sie Ihre Erfahrungen mit Denkmälern und verwenden Sie dabei das Perfekt und das Imperfekt.

zurück nach oben