Lektion 3 – Energiewende

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Reinhard Uhrig

In Deutschland ist, hat ganze andere Probleme, muss man auch sagen. Sie sind aber auch der Motor natürlich der Energiewende, Deutschland. Die haben sich sehr schnell diesen Switch in Richtung Erneuerbare geschafft. Österreich hat schon ein anderes Land, andere Geographie, hat hohe Berge mit sehr viel Wasserkraftanlagen, die den Großeltern gebaut haben, in den 1940ern und 1950ern. In den letzten 10 Jahren gibt’s ein Bisschen was dafür. Windkraft, aber viel zu wenig, und es könnte noch viel mehr gemacht werden. Einerseits Windräder, Photovoltaik. Das hätte viel Potenzial. Aber natürlich Energie sparen. Die beste Kilowattstunde ist die, die ich gar nicht brauche. Da hat Österreich riesiges Potenzial. Deswegen können wir’s schaffen bis 2030 spätestens 100% erneuerbarer Strom, und bis 2050 100% Energie, also auch Heizung, Wärme, Verkehr, zu schaffen. Wir müssen’s jetzt tun. Jetzt die Strategie entwickeln, und einiges schaffen. Ölheizungen dürften nicht mehr eingebaut werden, wäre richtig. Dänemark hat das schon gemacht. Dänemark hat Ölheizung verboten; Österreich sollte das auch tun.

 

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Kultur

Die Energiewende ist eine Idee, die mit der deutschen Geschichte eng verbunden ist. In früheren Lektionen, haben wir über Komposita auf Deutsch gelernt. “Energiewende” ist also “Energie + Wende”. Energie ist hoffentlich klar. “Wende” ist mit dem Verb “wenden” verwandt. “Wenden” kann sowohl “umdrehen” als auch “ändern” sein. Allerdings ist der Kulturkontext von dem Wort hier besonderes wichtig.

Wenn über “die Wende” auf Deutsch geredet wird, bedeutet es vor allem eine bestimmte Zeit in der Geschichte: 1989-1990. Die Auswanderungskrise der DDR, der Fall der Berliner Mauer, und die Vereinigung von DDR und BRD sind “die Wende”.  Die Wende war eine politische, ökonomische, und gesellschaftliche Änderung von einer Größe, die man relativ selten ohne Krieg sieht.  Die Wende hat die Zeit getrennt; Menschen reden von der Zeit vor der Wende oder nach der Wende.

Die Energiewende ist auch eine große Änderung. Zwischen 2008 und 2010 hat Deutschland angefangen, trotz steigender Stromproduktion weniger Strom von Kohlenkraftwerke und Atomkraftwerke zu produzieren.  (https://www.cleanenergywire.org/factsheets/germanys-energy-consumption-and-power-mix-charts)  Obwohl die Energiewende das tagtägliche Leben von einzelnen Personen nicht stark beeinflußt, hat sie die Hoffnung, die Umwelt zu schonen.

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Sprechen

Stellen Sie sich vor, Ihr Land will eine Energiewende einleiten.   Wenn Ihr Land keine Energiewende vorhat, verwenden Sie Konjunktiv II.

  1.  Was müsste Ihr Land machen?
  2. Was sollten die Einwohner machen?
  3. Was dürfte nicht passieren?
  4. Was könnte das bringen?
  5. Wer würde dafür bezahlen?
  6. Wie wäre das tagtägliche Leben anders?
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Strukturen

Wiederholung – Konjunktiv I und II

Konjunktiv I und II, zusammen mit Imperfekt, sind oft sehr ähnlich oder sogar gleich, und es ist wichtig die genaue Situation aus dem Kontext heraus zu lesen bzw. in dem eigenen Text anzugeben.

Konjunktiv I nennt man auch oft Indirekte Rede. Ein typisches Beispiel für Konjunktiv I findet man in Zeitungen. Wenn ein/e JournalistIn es deutlich machen will, dass ein/e PolitikerIn etwas gesagt oder geschrieben hat, kann diese/r JournalistIn Konjunktiv I verwenden. Konjunktiv I haben wir in Lektion 1 gelernt.

Konjunktiv II beschreibt eine Unwirklichkeit.  Wünsche, Träume, und Rat können auch in Konjunktiv II ausgedrückt werden. Konjunktiv kann auch als Höflichkeitsform dienen.  Wenn eine Bitte in Konjunktiv II ausgedrückt wird, ist es höflicher als sonst.  Sie haben früher gelernt, dass wenn man in einem Restaurant bestellt, sagt man “ich möchte..” oder “ich hätte gern…”.  Beide Ausdrücke sind im Konjunktiv II.  Konjunktiv II haben wir in Lektion 2 gelernt.

Wie kann man wissen, welcher form man braucht? Wenn man selbst schreibt oder redet, können Konjunktiv I und Konjunktiv II beide mit würde + Infinitiv ausgedrückt werden. Es ist wichtig, andere Verben im Konjunktiv zu erkennen. Sie werden bald andere Konjunktiv von anderen Verben begegnen, wenn Sie Zeitungsartikel lesen oder sogar die Videos auf dieser Webseite sehen. Am Ende von Reinhard Uhrigs Video oben gibt es sogar einige Modalverben im Konjunktiv. Wer Konjunktiv nicht erkennt, kann nicht wissen, was die Wahrheit entspricht, und was nicht.

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