Lektion 1 – Bienen

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Die Honigbienen von der Münze Österreich

 

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Vor dem Lesen

Lesen: ein Interview mit Andrea Lang, Münze Österreich

Herzlich Willkommen an meinem Arbeitsplatz heute. Auf meinem Arbeitsplatz darf ich ein bisschen mitreinbringen, was mich zu Hause bewegt, was mich interessiert. Hier in der Münze Österreich sind es die Bienen.

Geschichte von der Münze und den Bienen

Die Münze Österreich wurde 1194 gegründet, also vor 824 Jahre. Wir werden heuer 825 Jahre. Hier in diesem Standort in der Wiener Innenstadt sind wir seit 1837. Es ist ein altes Gebäude, und wurde auch als Münzprägestätte errichtet, damals noch vor den Toren der alten Stadtmauer, die heute die Ringstrasse ist. Wir waren sozusagen auf der grünen Wiese ausserhalb der Stadt.  Hier nebenan war ein kleiner Fluss und ein kleiner Hafen. Das hat sich gut geeignet um auch die Waren anzutransportieren, die man damals gebraucht hatte. So ein altes Gebäude, wenn man hier moderne Maschinen, moderne Technologie einsetzen will, braucht man auch Adaptierungen. Hier in diesem Innenhof, den haben wir verkleinert und eine moderne Produktionshalle in den Innenhof integriert. Sie sehen hier die Abluftanlagen. Das wird aber alles gut gefiltert. Wir waren vor der Herausforderung, wie können wir die Produktionshalle gut kühlen. Wien wird natürlich heiss im Sommer. Die Sommer, wie wir auch gestern besprochen haben, werden immer heisser. Wir haben viele Tage im Sommer über 40 Grad, oder mehr 35 Grad. Wir sind auf die Idee gekommen, oder wir haben uns beraten lassen, man kann es mit einem begrünten Dach auch wunderbar herstellen, dass eben die Temperatur sinkt in der Produktionshalle. Sie sehen hier ist Erde aufgeschüttet worden, und ein Humus aufgetragen worden, damit die Pflanzen wachsen können.  Es muss gar nicht hoch sein, es ist eine dünne Schicht. Hier die Heimat für Bienen errichten. Das sind unsere Bienenstöcken. Wie wir begonnen haben, haben wir mit 4 Bienenstöcken begonnen. In jedem Bienenstock, also diese Holzboxen, die Sie hier sehen, waren am Anfang 25,000 Bienen. Jetzt sind pro Box 100.000 Bienen drinnen, also doch einiges. Diese Bienen produzieren Honig. Der Generaldirektor der Münze Österreich sagt, das sind seine allerbesten Mitarbeiter, denn niemand ist so fleissig wie die Bienen. Von hier im Herzen von Wien im Zentrum der Stadt fliegen die Bienen im Radius von 3 km, bis zu dem Wiener Prater. Wir haben hier gegenüber einen Park, aber auch in der Nähe haben wir Blumen angelegt im Innenhof und auch im Hintergebäude in den Parkplätzen, wo eben die Bienen Nahrung finden. Hier sehen Sie auch noch, das ist ganz interessant. Wir arbeiten noch ein bisschen mit Hightech. Wir sind gerade sehr traditionell, aber ein bisschen mit Hightech. Diese grün-gelben Boxen auf denen dieser Holzbox steht ist ein sensorisches Messgerät, das dann mit unserem Imker verbunden ist, der dadurch immer ablesen kann, wie geht’s den Bienen? Sind sie glücklich, sind sie krank, produzieren sie Honig? Brauchen sie etwas?

Der Imker

Wer ist unser Imker? Unser Imker war früher Mitarbeiter bei uns im Werk. Der hat hier als Metallverarbeiter, in der metallverarbeitenden Industrie an einer Produktionsmaschine gearbeitet. Das hat ihm zwar gut gefallen, aber er hat sich immer mehr mit dem Thema Natur beschäftigt und mit dem Naturkreislauf, und mit der Imkerei. Irgendwann hat er beschlossen, er macht sich selbstständig. Er hat seinen Beruf hier in der Münze aufgegeben und ist hauptberuflicher Imker geworden, gemeinsam mit seiner Frau. War aber im steten Austausch, hat den Kollegen nach wie vor Honig gebracht. Wir haben ihn gebeten, ob er die Bienen versorgen kann, und auch den Honig schleudern.

Biohonig

Wir sind auch zertifiziert als Biohonig, weil hier in der Innenstadt die Bienen mit wenig Schadstoffen belastet sind, und auch sehr vielfältige Pflanzen als Nahrungsquelle finden, was natürlich wunderbar ist. Uns gegenüber ist auch ein Luxusrestaurant, ein Michelin Star Restaurant, die auch am Dachgarten seltene Kräuter oder auch heimische Kräuter und Pflanzen produzieren, und auch dort fliegen unsere Bienen hin. Wir haben einen Michelin Star Honig, könnte man sagen, weil die dort sich versorgen.

Flüssiges Gold

Etwas noch ganz Nettes ist, dass unser Imker wohnt mit seiner Frau, der Margarethe, im Gänseblümchenweg, in Wien, und da produzieren Sie den Honig und verschleudern den Honig und verpacken ihn. Wir verkaufen ihn doch als “flüssiges Gold.”  Ich gebe Ihnen auch Honig mit, ein kleines Gläschen, damit sie auch kosten können, vom flüssigen Gold aus Wien.

 

Wollen Sie lieber das Video sehen? Das Video finden Sie in der Erweiterung zu dieser Lektion!

 

Nach dem Lesen

 

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Strukturen

Konjunktiv

Die deutsche Sprache hat zwei Konjunktivformen: Konjunktiv I und Konjunktiv II. In dieser Lektion lernen wir über Konjunktiv I. Konjunktiv II kommt in Lektion 2.

Mit Konjunktiv I drückt man aus, dass man etwas gehört oder gelesen hat. Konjunktiv I wird für indirekte Rede und Meinungen verwendet. Diese Form existiert nicht auf Englisch.

Hier sind einige Beispiele auf Deutsch:

  • Die Münze Österreich habe ein grünes Dach gebaut, um die Produktionshalle zu kühlen.
  • Der Flughafen Stuttgart teste die Luftqualität indem sie den Honig testen.

 

Bis auf sein, haben alle Verben einen regelmäßigen Form.  Da nimmt man den Infinitiv ohne -en, und gibt die passende Endung dazu.

singular plural 
ich-ewir -en
du-estihr-et
Sie-enSie-en
sie/es/er-esie-en

Sein ist, wie immer, unregelmäßig.

singular plural 
ichseiwir seien
dusei(e)stihrseiet
SieseienSieseien
sie/es/erseisieseien

Wenn ein Form vom Konjunktiv I mit dem Präsens identisch ist, dann verwendet man oft Konjunktiv II. Dritte Person singular (sie, es, er) und alle Sein-Formen kommen am häufigsten vor.

Zeitebenen

Wenn man Vergangenheits- oder Zukunftsformen verwenden will, nimmt man einfach Konj. I von haben/sein oder werden.

Der Imker habe die Bienen weiter betreut.  (Perfekt)

Der Imker sei Metallarbeiter gewesen.  (Perfekt)

Er werde auch die Bienen weiter betreuen.  (Futur)

 

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Sprechen

Diskutieren Sie diese Fragen mit Ihren MitstudentInnen.

  1. Kennen Sie Gebäuden mit einem begrüntem Dach?  Wo?  Was für Pflanzen gibt es dort?
  2. Gibt es ImkerInnen oder eine Imkerei in Ihrer Nähe?  Wo ist die nächste Imkerei?
  3. Warum nennt die Münze Österreich den Honig “flüssiges Gold”?
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Schreiben

  1. Wie wäre Ihr Leben als ImkerIn?  Was würden Sie als ImkerIn jeden Tag machen?  Was würden Sie in den verschiedenen Jahreszeiten machen?
  2. Stellen Sie sich vor, Sie sind eine Biene am Stuttgarter Flughafen, im Nationalparkcamp Lobau, oder auf dem Dach von der Münze Österreich.  Wie wäre ein normaler Tag?  Welche Pflanzen würden Sie sehen?  Welche Tiere und Personen würden Sie sehen?
  3. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Bienenvolk betreuen.  Wo würden Sie alles lernen, was Sie brauchen?  Wo würde das Bienenvolk wohnen?  Was würde das Bienenvolk brauchen?
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