Lektion 2 – Atomunfälle

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Vor dem Lesen

  • Was wissen Sie schon über Three Mile Island, Tschernobyl und Fukushima Daiichi?
  • Wissen Sie wann und wo alle drei Reaktorunfälle passiert sind?
  • Warum sind Reaktorunfälle gefährlich?

 

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In kleinen Gruppen, lesen Sie eine kurze Beschreibung von einem Reaktorunfall.

Three Mile Island (2 Absätze – “Der ernste Unfall von Harrisburg”) – https://www.dw.com/de/das-us-atomkraftwerk-three-mile-island-steht-still/a-50523253

Tschernobyl (2 Absätze) – https://www.lpb-bw.de/tschernobyl.html?&L=0&no_cache=1&sword_list%5B0%5D=tschernobyl

Fukushima (1 Absatz) – https://www.lpb-bw.de/atomkatastrophe.html

 

Nach dem Lesen

Füllen Sie jetzt diese Tabelle aus.

 

Three Mile Island Tschernobyl Fukushima Daiichi
Welches Land?
Wann ist es passiert?
Was ist passiert?
Todesfälle?
Folgen?
Wie ist es jetzt?

 

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Finden Sie andere Studierende, die andere Artikel gelesen haben. Vergleichen Sie die Infos und füllen Sie die Tabelle aus.

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Peter: Ich erinnere mich an beide Events. Aber andererseits, ich bin auch Erdwissenschaftler und arbeite sehr viel mit Steinen. Also auch Mineralien, die fluoreszieren, sind manchmal radioaktiv, aber eben halt nicht so sehr. Wie sehr das in irgendeiner Form jetzt die weitere Umgebung beeinflusst, kann ich schwer beurteilen. Da war jetzt ein National Geographic Artikel über Tschernobyl, was in der Zwischenzeit fast zu einer Touristenattraktion wird, und das ist noch nicht so lange her. Sie sagen, dass die Strahlung, die man jetzt abbekommt, weniger ist als in einem Flug – im National Geographic Artikel. Sie machen Tourismusführungen nach Tschernobyl. Ich bin nicht der Mann, der jetzt sagen kann, wie nachhaltig das ist. Was innerhalb der Betonhülle ist, ist sicher auf viele, viele Jahre nicht gut. Ja? Da wird man sich auf lange, lange Zeit darum kümmern müssen. Das ist ganz, ganz klar. Aber gerade heute ist, ich glaube in Kambodscha war es, ein Damm gebrochen, und hat viele, viele Menschen in den Tod gerissen. Man muss sich einfach der Tatsache stellen, dass es kein risikofreies, keine risikofreie Möglichkeit gibt, Energie zu erzeugen. Ja? Wie das mit den Windmühlen ist, weiß ich nicht, da fliegen halt immer wieder die Vögel hinein. Ich mein’, es gibt nichts ohne Nachteile. Es fragt sich nur einfach nachhaltig: wo sind die größere Nachteile? Ja? Es gibt auch keine Statistiken was das jetzt ausgelöst hat, in dem Sinn. Wieviele Leute sind jetzt tatsächlich dann gestorben? Sind welche dran gestorben? Ja? Und so weiter. Ja? Natürlich damals von den Helfern eindeutig welche, aber ist das vergleichbar mit den Toten die Staudämme schon gefordert haben? Wo die Zahlen doch in die Tausende gehen? Also wie gesagt, das ist eine Problematik, wo ich mich nicht einmische. Wo ich einfach sag’, gut, es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Energie zu erzeugen. Alles hat seine Vor- und Nachteile, und es ist vielleicht sehr schwer zu erkennen, was jetzt wirklich objektiv sicherer ist als ‘was anderes.

 

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Pro und Kontra

  • Welche Vor- und Nachteile hat Atomenergie?
  • Welche Vor- und Nachteile haben Windmühlen?
  • Welche Vor- und Nachteile hat Solarstrom?
  • Welche Vor- und Nachteile haben Kohlekraftwerke?

 

Machen Sie Listen, und/oder führen Sie eine Debatte!

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Strukturen

Konjunktiv II

Konjunktiv I ist indirekte Rede: das ist etwas, was eine andere Person gesagt hat. Konjunktiv II ist etwas, was unwirklich oder irreal ist.

Beispiel: An deiner Stelle würde ich Solarstrom wählen.

Stehe ich an deiner Stelle? In dieser Situation, nein. Das ist nicht die Wirklichkeit.

Da gibt es zwei Möglichkeiten, Konjunktiv II zu verwenden.

Würde + Infinitiv

Würde + Infinitiv kann fast immer eingesetzt werden. Für alle Zeitebenen und alle Verben, kann man würde + Infinitiv verwenden.

Beispiele im Präsens:

Ich würde Geld spenden.

Er würde Windenergie wählen.

Wir würden die Umwelt schützen.

Beispiele im Perfekt:

Es würde keinen Unfall in Tschernobyl gegeben haben.

Three Mile Island würde nicht passiert sein.

singular plural 
ichwürdewirwürden
duwürdestihrwürdet
SiewürdenSiewürden
sie / es / erwürdesiewürden

 

Konjunktiv II von anderen Verben

Alle Verben haben eine Konjunktiv II Form. Im Prinzip ist die Form dem Präteritum ähnlich, aber mit Umlaut, wenn das Verb stark ist.

Beispiele:

Machen (schwach: machen, machte, gemacht)

Sie machen Tourismus in Tschernobyl.  (Präsens)

Sie machten Tourismus in Tschernobyl.  (Präteritum)

Sie machten Tourismus in Tschernobyl. (Konj. II)

Bei schwachen Verben ist Konjunktiv II identisch mit dem Präteritum. In diesen Situationen, kann “würde + Infinitiv” verwendet werden, um Missverständnisse zu vermeiden.

 

Sehen (stark: sehen/sah/gesehen)

Ich sehe den Turm. (Präsens)

Ich sah den Turm. (Präteritum)

Ich sähe den Turm. (Konj. II)

Sein (unregelmäßig: bin/war/gewesen)

Tschernobyl ist eine Touristenattraktion. (Präsens)

Tschernobyl war eine Touristenattraktion. (Präteritum)

Tschernobyl wäre eine Touristenattraktion. (Konj. II)

 

Falls Sie nicht mehr wissen, wie ein Verb konjugiert wird, können Sie diese Formen bei https://dict.leo.org/german-english/ nachschlagen. Dort gibt es neben jedem Verb ein Symbol, das wie eine Tabelle aussieht. Wenn Sie darauf klicken, sehen Sie alle Zeitformen im Indikativ und im Konjunktiv.

Arbeit mit der Struktur

 

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