Lektion 4: Erweiterung

Wortschatz

 



Lesen

Die folgenden Texte stammen aus einem öffentlichen Kunstprojekt namens Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten. Lesen Sie die Texte und beantworten Sie die folgenden Fragen. Wenn Sie auf die Fotos klicken, werden sie größer und einfacher zu lesen. Den ganzen Text vom Foto finden Sie auch unter dem Foto.

"Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of poster is included as the reading texts for Kosovo and Azerbaijan below."Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of poster is included as the reading texts for Turkey and Moldava below.

Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten

weggehen > ankommen > wo bleiben?

Seit 150 Jahren ist Amstetten für Zuwanderer attraktiv und ist heute zu einer internationalen Stadt geworden, in der Menschen aus über 70 verschiedenen Ländern leben.

Gruppe 1: das Kosovo

"Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of image is included as the reading texts for Kosovo below. An image of the Kosovo flag and a Red Cross worker helping a young crying boy.

Aus dem Kosovo…

Warum in Amstetten?

[Der Text, der hier unterstrichen wurde, ist blau im Originaltext.]

Erseka N.

„Damals wurde bombardiert.“ Sie studierte Musik an der Uni und war danach Geigenlehrerin. Ihre ganze Familie ist um diese Zeit weggewandert, nach Amerika. Sie war allein und kam als Flüchtling 1998 nach Neufelden. Dort spielte sie in der Kirche die Violine. Sie sprach zunächst Englisch. „Doch im Kontakt mit den Chorfreunden lernte ich gut Deutsch.“ Danach kam sie zur SOS-Menschenhilfe. In Linz spielte sie mit dem Brucknerorchester. 2013 zog sie mit ihrem Mann nach Amstetten.

Geboren in Peja

Fragen zum Text:

  1. Was hat Erseka im Kosovo studiert und was war / ist ihr Beruf?
  2. Seit wann wohnt sie in Österreich? Wie lange wohnt sie schon in Amstetten?
  3. Welche Fremdsprachen spricht sie?
  4. Wer hat ihr geholfen, Deutsch zu lernen?

 

Gruppe 2: Aserbaidschan

"Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of poster is included as the reading text for Azerbaijan below. An image of the Azerbaijan flag and a mosques minaret.

Aus Aserbaidschan…

Warum in Amstetten?

[Der Text, der hier unterstrichen wurde, ist blau im Originaltext.]

Bac. Rafiga S.

Sie besuchte die Uni in Baku und arbeitete als Lehrerin. „2004 bin ich mit meinem Mann nach Österreich gekommen, nur mit einer Tasche.“ Deutsch lernte sie ausschließlich durch neue Kontakte. Freunde im Mühlviertel halfen ihr sehr dabei. „In kleinen Orten hat man viel mehr Umgang mit Menschen, da geht Integration schneller als in großen Städten.“ Alle ihre Diplome wurden anerkannt. Sie ist jetzt als Volksschullehrerin/Nachmittagsbetreuung tätig und sehr froh, dass sie in ihrem „zweiten Heimatland“ den gelernten Beruf ausüben kann.

Geboren in Baku

Fragen zum Text:

  1. Was für einen Beruf hatte Rafiga in Aserbaidschan? Welchen Beruf hat sie jetzt in Österreich?
  2. Seit wann wohnt sie in Österreich?
  3. Wer hat ihr geholfen, Deutsch zu lernen?
  4. Findet sie es besser, in einer Kleinstadt oder in einer Großstadt zu wohnen? Warum?

 

Gruppe 3: die Turkei

"Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of poster is included as the reading text for Turkey below. An image of the Turkish flag and ancient Turkish ruins.

Aus der Türkei

Warum in Amstetten?

[Der Text, der hier unterstrichen wurde, ist blau im Originaltext.]

Sevda B.

Der Vater lebte schon hier. Im Zuge der Familienzusammenführung kam sie 9-jährig 1992 nach Österreich. „Ich ging in Steinakirchen in die Schule, wir waren damals die einzigen Ausländer und deshalb gezwungen, Deutsch zu sprechen. Der Volksschullehrer war mir eine große Hilfe.“ Sie schwärmt noch heute vom netten Miteinander mit den Nachbarskindern. Nach Absolvierung der HAS/HAK [Handelsschule / Handelsakademie] in Ybbs kam sie nach Amstetten. Sie ist jetzt in der Gemeinde als Koordinatorin für Vernetzungsarbeiten im interkulturellen Bereich tätig.

Geboren in Kirşehir

Fragen zum Text:

  1. Seit wann wohnt sie in Österreich? Wie alt war sie, als sie nach Österreich zugewandert ist?
  2. Wer hat ihr geholfen, Deutsch zu lernen?
  3. Hatte sie eine frohe oder eine schwierige Kindheit in Österreich? Wie wissen Sie das?
  4. Was für einen Beruf hat sie?

Gruppe 4: Moldau

"Menschen aus aller Welt daheim in Amstetten" poster: full text of poster is included as the reading text for Moldova below. An image of an old stone farmhouse and farmers working in a field using a horse-drawn cart.

Aus Moldau

Warum in Amstetten?

[Der Text, der hier unterstrichen wurde, ist rot im Originaltext.]

Mariana O.

Sie ist von Moldawien 2010 nach Israel gegangen. Dort arbeitete sie bei einer Familie. „Da lernte ich meinen Mann aus Portugal kennen, er machte dort Urlaub.“ 2015 ist sie dann auch nach Portugal gezogen. Als ihr Mann 2016 wegen der Arbeit nach Österreich wollte, ist sie mit ihm gekommen. „Wir haben hier in Amstetten geheiratet.“ Sie spricht Moldawisch, Englisch, auch Hebräisch und lernt jetzt Deutsch. Sie hat ein Baby zu Hause, es geht daher sehr langsam, meistens verständigt sie sich noch in Englisch und mit Gesten.

Geboren in Hînceşti

Fragen zum Text:

  1. In welchen Ländern hat Mariana gewohnt? Seit wann wohnt sie in Österreich?
  2. Welche Fremdsprachen spricht sie?
  3. Warum ist es ihr nicht so einfach, Deutsch zu lernen?
  4. Wie kommuniziert sie, wenn sie nicht so viel Deutsch sprechen kann?

 

Fragen zum Nachdenken

  1. Lesen Sie nochmal nur den roten oder blauen Text. Dieser Text wird im Text unter dem Foto auch unterstrichen. Was für Informationen werden hier gegeben?
  2. Warum werden die Daten in diesen Texten mit Farbe gekennzeichnet?
  3. Warum wurden die Fotos für den Hintergrund gewählt?
  4. Was für ein Bild von den Zuwanderern und von den Österreichern bekommen Sie in diesen Texten?
  5. Glauben Sie, dass diese kurzen Biographien ein echtes Bild von der Zuwanderung geben? Warum oder warum nicht?

 



Hören

 

 



 

Schreiben

Fragen zum Nachdenken

Denken Sie an das Video im Hörtext oben und beantworten Sie diese Fragen. Schreiben Sie Ihre Antworten auf!

  1. Denken Sie, dass die meisten Deutschen und Österreicher direkten Kontakt mit Flüchtlingen haben? Warum oder warum nicht?
  2. Finden Sie die Lage von Flüchtlingen in Deutschland und Österreich eher positiv oder eher negativ? Warum? Nennen Sie Beispiele aus dem Video.
  3. Was für Hilfe würden Flüchtlinge brauchen, um ein neues Leben in Ihrem Land aufzubauen? Was könnten Sie tun, um Flüchtlingen in Ihrem Land zu helfen?


 

Strukturen

Konjugationen

 

Passivsätze 1

 

durch / von

 

Passivsätze 2

 



 

Wortschatz

Nouns

das Amt, die Ämter
die Fete, -n
der Flüchtling, -e
das Flüchtlingsheim, -e
der Flüchtlingsunterkunft, die Flüchtlingsunterkünfte
das Formular, -e
die/der Geflüchtete, -n
die Geige, -n
die Geste, -n
die Gewalt
das Handschütteln / das Händeschütteln
die Nachricht, -en
das Praktikum, die Praktika
die Schießerei
Silvester / Sylvester
die Zuwandererin, -nen / der Zuwanderer, –

Verbs

beibringen, brachte bei, hat beigebracht
beeindrucken
kämpfen
schwärmen
tätig sein
töten
umklammern
sich verständigen

Adjectives and Adverbs

ausschließlich
tagtäglich

Other Useful Words and Phrases

unter menschenunwürdigen Umständen leben
unter Beschuss geraten