Lektion 4: Behinderung und Barrierefreiheit

man pushing man in wheelchair

Wortschatz

Behinderung und Hilfsmittel

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Lesen

Haben Sie eine Behinderung oder kennen Sie Menschen mit Behinderungen?


 

Mein Bruder hat besondere Bedürfnisse. Er hat Autismus und besucht eine Förderschule.

 

 

Meine Mutter ist sehbehindert und benutzt einen Stock und einen Blindenhund, um selbständig durch die Stadt zu gehen.

 

 

Als Kind hatte ich einen Unfall und habe jetzt eine Gehbehinderung. Ich benutze einen Rollstuhl.

 

 

Meine beste Freundin ist gehörlos. Ich habe Gebärdensprache gelernt, um mit ihr zu reden.

 

 

Sprechen

Haben Sie oder kennen Sie Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder Behinderungen? Welche Hilfsmittel oder Werkzeuge benutzen sie regelmäßig (Rollstuhl, Rampen, Gebärdensprache, usw.)?

 

Eine barrierefreie Kirche

Click to learn more about what one Austrian church is doing to be more accessible to different groups of people.

 

Arbeit mit dem Lesen

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Hören

Behinderung und Barrierefreiheit am Campus

Listen to Amy talking about disabilities on college campuses and then complete the following exercises.

Arbeit mit dem Hören

 

Lesen

Now read a response from Amy about what her college does to improve accessibility for students.

Wir haben ein Büro bei unserem Campus, wo die Angestellten mit StudentInnen, die eine Behinderung haben, arbeiten—aber nicht nur mit diesen Studierenden. Das Büro unterstützt auch Studierende in der ersten Generation, das heißt, die erste Generation, die an einer Universität studiert. Sie versuchen, allen StudentInnen, die irgendwie HIlfe benötigen, zu helfen. Das Büro arbeitet auch viel mit den ProfessorInnen, um Lösungen zu suchen. Zum Beispiel, wenn eine Studentin oder ein Student blind ist, dann arbeiten sie mit dem Professor*in, und helfen ihnen, das Lernmaterial barrierefrei und zugänglich zu machen.

 

Arbeit mit dem Lesen

 

Sprechen: Wie können wir unseren Campus barrierefrei machen?

 

 

Wir können Therapiehunde im Klassenzimmer haben.

 

 

 

Wir sollen Dolmetscher für Gebärdensprache zu allen Events am Campus einladen.

 

 

 

 

Wir müssen mehr Rampen und Aufzüge am Campus bauen, um alle Gebäude barrierefrei zu machen.

 

 

Welche anderen Ideen haben Sie, wie man einen Campus behindertengerecht und barrierefrei machen kann? Diskutieren Sie in kleinen Gruppen.

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Strukturen

Imperativ

Imperative forms are used to give commands. Make your bed! Call your parents! Etc. German has different imperative forms based on the three different different forms of you—Sie, ihr, and du—as well as a wir-form of the imperative.

Machen Sie die Tür auf! (Formal, singular and plural)
Macht die Tür auf! (Informal, plural)
Mach die Tür auf! (Informal, singular)
Machen wir die Tür auf! (wir)

The wir-imperative used the regular wir form of the verb and is roughly equivalent to the English “let’s” (Let’s open the door!).

The Sie-imperative adds an “en” ending to the stem of the verb. This looks like a normal Sie-form or the infinitive except in the case of sein, where the form is “Seien Sie.”

The ihr-imperative uses the same conjugated verb as the ihr form: Geht nach Hause!

For most verbs, the du-imperative is merely the stem of the verb: Geh nach Hause! Sei nett! Hör zu! For verbs with stems ending in -d, -t, -ig, or -m or -n preceded by another consonant (ändern, atmen, lernen, usw.), you need to add an -e to the stem to make the imperative: Arbeite nicht so viel! Lerne vier Stunden am Tag, usw. (Sometimes you will see an -e added to other du-imperative forms, too.) It is important to note that verbs with present-tense stem changes keep those stem changes in the imperative form, but verbs with umlauts in the second or third person singular do not:

Fahr langsamer!
Schlaf gut!
Iss gesund!
Gib mir das!

Commands always start with the conjugated verb.

Arbeit mit den Strukturen

 

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Kultur

Modelle von Behinderung

Heute spricht man von verschiedenen Modellen von Behinderung. Das klassische Modell ist das medizinische Modell von Behinderung, in dem Behinderung das Ergebnis von körperlichen oder medizinischen Fehlfunktionen ist. Das heißt, etwas ist mit dem Körper los und muss geändert oder geheilt werden. Der Fokus liegt dann auf medizinische Lösungen wie Chirurgie, Prothese und Orthese, Physiotherapie und Medikamente um den Körper zu “normalisieren.” Seit den 1960er Jahren versuchen Aktivist*innen unser Verständnis von Behinderung zu ändern. 1975 schrieb die britische Organisation UPIAS (Union of the Physically Impaired Against Segregation), „Aus unserer Sicht ist es die Gesellschaft, die körperlich beeinträchtigte Menschen behindert. Behinderung ist etwas Aufgezwungenes, zusätzlich zu unseren Beeinträchtigungen durch die Art, wie wir von der vollen Teilhabe an der Gesellschaft unnötigerweise isoliert und ausgeschlossen sind.“ Das Problem mit Behinderung liegt nicht im Körper von einer Personen, sondern in der Gesellschaft, die bestimmte Menschen ausschließt. Sozialwissenschaftler Michael Oliver hat 1983 den Begriff “soziales Modell von Behinderung” entwickelt, um diesen Wandel auszudrücken. Der Einfluss von diesem Modell sieht man sogar auch in der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Behinderung jetzt nicht mehr als körperliches Problem definiert, sondern als eine Funktion von Interaktionen zwischen Menschen und ihrer Umwelt.

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Schreiben

Behindertenrat

Inspired by this discussion of Barrierefreiheit, you and some friends decide to make a Behindertenrat (a disability council or advisory board) for the campus. Work with your small group to brainstorm ideas for how you can make your campus or school more accessible and then write a list of demands (Forderungskatalog) using the Sie-imperative. You can use the ideas you came up with above and add to it.

 

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