Lektion 2: Familie und Wohnen

Hören

Vor dem Hören

Sprechen Sie mit einem/einer KlassenkameradIn: Wo wohnt deine Familie? Wo wohnst du? Wie oft siehst du Familienmitglieder? Was machst du gern mit deiner Familie?

Hören

Anna erzählt von ihrem Wohnort und ihrer Familie.

F [3:09-3:11] Wo wohnt deine Familie Anna?
A [3:11-3:20] Also ich wohne am Dorfplatz zentral und meine Eltern wohnen am Berg, in der Nähe des Grüntens, unseres Hausberges.
F [3:24-3:26] Wie weit ist das?
A [3:26-3:30] Das sind circa drei Minuten zu Fuß.
CUT
F [3:49-3:51] Anna, wie oft siehst du deine Familienmitglieder?
A [3:52-3:58] Ich besuche meine Eltern ein Mal in der Woche am Sonntag zum gemeinsamen Mittagessen.

Arbeit mit dem Hören

 

 

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Lesen

Vor dem Lesen

Wie macht man in den Zimmern? Nehmen Sie ein Blatt Papier und notieren Sie sich so viele Aktivitäten für die folgenden Zimmer:
das Arbeitszimmer, die Küche, das Wohnzimmer, das Schlafzimmer, der Balkon, das Bad

Lesen: Wohnen und Familien

Lesen Sie einen von den Texten unten. Sprechen Sie dann mit zwei anderen KursteilnehmerInnen über die anderen beiden Texte. Vergleichen Sie wie Veronika, Susi und Beate und ihre Familien wohnen. Wo sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Veronika

Ich sehe meine Familie sehr selten, weil ich in Frankfurt studiere und sie fast alle in Österreich leben. Als ich in Graz studiert habe, war ein Familienbesuch leichter, weil ich näher war. Aber jetzt wohne ich zu weit weg. Die meisten meiner Familienmitglieder wohnen in Leoben, einer mittleren Kleinstadt in der Steiermark. Wenn es ein wichtiges Fest gibt, fahre ich aber schon nach Hause und dann feiern wir alle zusammen. Meine Mutter wurde letztes Jahr 50 und da war ich natürlich auch da.
Wenn Familie oder FreundInnen bei mir zu Hause in Frankfurt zu Besuch kommen, sitzen wir am meisten in meiner Küche, weil sie sehr gemütlich ist. Beim Kochen läßt sich leicht reden und so entwickelt sich in der Küche ein sehr sozialer Raum. Und oft bleiben wir dann hier sitzen und essen. Das Wohnzimmer ist nicht so wichtig, weil es dort nicht so viel Platz gibt. Man muß auf dem Sofa und am Couchtisch sitzen, um zu essen. Im Sommer ist auch der Balkon sehr schön zum Draußensitzen, weil wir dort viel Sonne haben.

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Beate

Meine Familie ist sehr verstreut, was bedeutet, dass ich sie nur manchmal sehe. Ich selbst bin in Wien geboren und aufgewachsen und habe dann später nach Neuseeland geheiratet. Ein Teil meiner angeheirateten Familie lebt dort. Meine eigene Mutter lebt in der Schweiz und mein Vater, der schon verstorben ist, lebte auch in der Schweiz. Im späteren Alter aber dann zog er nach Kärnten, in den Süden Österreichs. Er ist dort in Pension gegangen. Meine Mutter ist aber in der Schweiz geblieben, weil sie noch gearbeitet hat. Sie ist dann immer hin- und hergefahren und hat meinen Vater besucht. Ich habe auch noch Verwandte in Wien, einige Tanten und Onkel. Ich lebe außerdem in Wien mit meiner Tochter zusammen.
Unsere ganze Familie sieht sich eigentlich nur selten, oft zu großen Anlässen wie einen runden oder einen halbrunden Geburtstag, wenn alle zusammenkommen. Dann sind wir schon mal 20 bis 25 Leute. Aber ansonsten ist es eher vielleicht zwei oder drei Mal im Jahr, wo sich dann nur zwei, drei Leute treffen. Ich versuche mit allen in Kontakt zu bleiben. Ich telefoniere sehr viel. Weil meine Wohnung sehr klein ist, finden Familientreffen bei anderen Familienmitgliedern statt. Oder ich treffe mich in der Stadt mal mit meiner Tante auf einen Kaffee in einem Kaffeehaus oder mit einem Cousin auf ein Abendessen in einem Restaurant.

Arbeit mit dem Lesen

 

Susi

Von meiner Familie wohne nur ich in Linz. Zusammen mit meinem Partner und unseren Kindern wohne ich  dort in einem Reihenhaus. Ein Bruder von mir wohnt in Wien. Der zweite wohnt auch in Oberösterreich, aber in Wels, südwestlich von Linz. Meine Eltern wohnen in Walding, das liegt so ungefähr 15 bis 20 Kilometer entfernt im Mühlviertel. In der Zwischenzeit ist es aber so, dass das auch fast wie ein Vorort von Linz ist. Viele Leute, die in diesen grünen Stadtteilen von Linz nichts bekommen, versuchen dann 10 bis 15 km außerhalb eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen oder zu mieten. Also ist auch nicht mehr das Landleben, das es früher dort mit vielen Bauernhöfen gab. Das ist sicher nicht mehr der Fall.

Am häufigsten sehe ich meine Eltern, sicher einmal pro Woche. Meine Brüder nicht so oft, besonders weil mein Bruder, der in Wien ist, oft beruflich im Ausland unterwegs ist. Aber wir sehen uns wenigstens einmal im Monat minimum, teilweise öfter, wenn jemand Geburtstag hat. Zu Feiern, aber auch im Alltag, kommt die Familie im Wohnzimmer zusammen, weil dort auch unser Esstisch ist. In unserem Wohn- und Essbereich essen wir dann auch. In den warmen Jahreszeiten essen wir auch gern auf der Terrasse.

Arbeit mit dem Lesen

 

 

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Strukturen

Dative prepositions

German has a set of prepositions that are used solely with the dative.

aus – from, out of – Anna kommt aus einem Dorf.
außer – except for, besides, in addition to
bei – at, near – Sie ißt bei ihren Eltern Mittagessen. 
mit – with – Barbara fährt mit dem Auto zur Arbeit..
nach – after, to – Nach der Arbeit geht Anna oft schwimmen. Morgen fährt Barbara zum Einkaufen nach Sonthofen. 
seit – since – Anna wohnt seit einem Jahr in ihrer neuen Wohnung. 
von – from, by – Anna geht drei Minuten von ihrer Wohnung ins Büro. 
zu – to Der Weg von ihrer Wohnung zu ihrem Büro ist drei Minuten lang. 

Dative forms of the definite and indefinite articles:

 NominativDativ
pldie
keine
den
keinen
femdie
eine
der
einer
neutdas
ein
dem
einem
maskder
ein
dem
einem

The following dative prepositional contractions are common.
beim (bei + dem)
vom (von + dem)
zum (zu + dem) und zur (zu-der)

Placement of the preposition and dative

You can place the prepositional dative phrase after the subject and verb. This is the more common placement.
You can also place the prepositional dative phrase before the subject and verb. This is often done if you want to draw attention to this part of the sentence.

 

 

 

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