Lektion 6: Nachhaltiges Einkaufen

 

Vor dem Hören

Sprechen Sie mit einem Mitstudierenden und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Was kaufen Sie gebraucht?
  • Was recyceln Sie?
  • Was verwenden Sie immer wieder?

 

 

Hören

Flohmärkte und Second-Hand Geschäfte

Britt, Vince und Simon sprechen über Second-hand Waren und Flohmärkte. Sehen Sie sich die Videos an und machen Sie dann die Aktivitäten.

Britt (4:25-4:53)

Manchmal schon und in der Nähe von mir in Wien gibt es ein Caritas und ich habe schon darin geguckt was für Kleidungsstücke es dort gibt. Das scheint mir interessant zu sein. Ich weiß es gibt auch wenigstens einmal in der Woche einen Flohmarkt und bei dem Flohmarkt kaufe ich gerne ein.

 

Vince & Simon (23:42-26:27)

V

Kleidungsstücke vor allen Dingen… und immer bei Humana. Die haben immer die besten Sachen. Und die sind mindestens sechs, sieben mal in Wien. Ich gehe manchmal… also, an der Wiener Hauptstraße gibt es eine Filiale und in der Daborstraße und ich kauf sehr gern… also für mich ist Kleidung nicht ganz so wichtig, um es gelinde zu sagen. Also das ist nicht Second-hand glaub ich, aber wenn etwas in gutem Zustand ist und sauber ist, warum denn nicht. Lieber so ein Hemd für 2 Euro zu kaufen als für 22. Obwohl ich nicht sehr oft bei Second-hand einkaufe, aber wenn schon, dann gefällt das mir auch.

S

Mhm, ja… ich… ich hab die gleiche Antwort eigentlich. Ich kaufe sehr oft Kleider in second-hand Läden. Also alles was ich heute trage, kommt aus einem second-hand Laden.

I

Kannst du vielleicht erzählen, was du heute trägst? Kannst du die Kleidungsstücke nennen?

S

Ja, ich trage ein einfaches, grünes T-shirt und auch eine kurze Hose und ahm, ja. Das trage ich heute, weil es ziemlich warm ist draußen und mehr braucht man nicht eigentlich… und ich finde das ja für mich leider… ich würde nicht sagen, dass es mir nicht wichtig ist, aber ich finde, dass… ja Kleider heutzutage sind sehr, sehr teuer und deswegen kaufe ich die lieber in einem second-hand Laden.

V

Und vor allen Dingen hier in Europa, in… in Wien sind Kleidungsstücke sehr, sehr teuer. Um das doppelte, was man in den Staaten zahlen würde, finde ich. Auch in den second-hand Läden gibt es manchmal Bücher und ich stöbere immer… also immer stöbere ich. Aber es geht meistens um Kleidungsstücke.

I

Ich wollte eigentlich fragen, ob ihr auch Bücher in second-hand Läden kauft.

V

Ich schon.

S

Ja, auf jeden Fall. Also ein sehr guter Freund von mir, der in Bamberg wohnt. Das ist eine Stadt in Franken, Deutschland, ein bisschen nördlich von Nürnberg. Er hat in einem sehr, sehr schönen Antiquariat und ich hab ihm vor ein paar Wochen besucht und ahm… dort bei ihm im Laden sehr viele Bücher, second-hand, gekauft.

 

Arbeit mit dem Hören

 

Evi

I

Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in deinen Kaufentscheidungen?

E

Nachhaltigkeit insofern. Ich versuche so wenig Plastik wie möglich zu kaufen. Also das entscheide ich schon. Also Hartplastikverpackungen. Wenn ich die Wahl hab, ne Schale Hartplastik mit ‘ner Folie und daneben liegt zum Beispiel Fleisch, ein Stück Fleisch nur eingeschweißt in Folie, oder es gibt ne Frischfleischtheke, dann geh ich an die Frischfleischtheke. Und ahm, also es ist eine Entscheidung hauptsächlich gegen Plastik, die mich zu der Kaufentscheidung führt. Der Preis spielt allerdings auch eine Rolle, muss ich zugeben. Ahm, ich kaufe lieber regionale Produkte. Wenn ich Mineralwasser kaufe, kaufe ich ein regionales aus Brandenburg. Ahm bei Äpfeln geht es mir im Prinzip genauso. Außer wenn der regionale Apfel mehlig ist oder mir nicht schmeckt, dann kauf ich auch einen, der aus Südtirol eher ist und den aus Neuseeland, das wäre meine letzte Wahl.

 

This picture shows three signs in a vegan cafe that communicate their efforts to be sustainable: there is a deposit on all bottles and a discount for any customer who brings their own packaging; the café's packaging is compostable, and the employees gladly answer questions about allergens.
In Mias veganen Café versucht man, nachhaltig zu sein: die Flaschen soll man gegen Pfand zurückbringen und die Verpackungen sind kompostierbar.

Nachhaltigkeit im veganen Café

Mia

I1

Könntest du uns vielleicht ein bisschen zu dem Konzept und der Geschichte des Cafés erzählen?

J

Also das Café gibt es seit 2015. Das Konzept ist, dass es… dass wir sehr nachhaltig wirtschaften. Das heißt, dass wir immer jeden Tag etwas Neues kochen, immer frisch, immer saisonal, biologisch vegan. Und immer so lange der Vorrat reicht. Also, dass wir nichts wegschmeißen, dass wir auch das ganze Obst und Gemüse verwenden. Das heißt, dass wir zum Beispiel aus dem Karottengrün Smoothies machen oder die Karotten verkochen. Dass alles auch zum Mitnehmen ist, also, dass es wirklich auch eine Alternative ist, für Menschen, die schnell etwas brauchen zum Essen, aber eben etwas Gesundes und qualitativ hochwertiges essen… zu relativ geringem Preis. Also wir wollen eben schauen, dass sich das jeder leisten kann.

I1

Gut, dann müssen wir die… die andere Frage, was ihr macht, wenn Essen übrig bleibt, gar nicht stellen.

I2

Aber kann es auch sein, dass Essen übrig bleibt?

J

Also, wenn was übrig bleibt, dann eher nur so, dass es für uns… also in so einem Rahmen, dass wir das aufessen können. Aber weggeschmissen wird eigentlich… muss nie etwas werden. Es sei denn, es wird einmal eine Orange schlecht oder so. Aber eigentlich nie.

 

 

Kultur

Nachhaltigkeit

Der Begriff “Nachhaltigkeit” hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter verbreitet; viele Menschen sprechen von nachhaltiger Entwicklung und Nachhaltigkeit im Bezug auf politisches, ökonomisches und ökologisches Handeln. Eine einzige und eindeutige Definition gibt es jedoch nicht. Wenn Menschen von Nachhaltigkeit sprechen, meinen viele oft eine Haltung oder eine Entwicklung, die sicher stellt, dass das Leben für zukünftige Generationen nicht schlechter als für gegenwärtige ist. Somit bezieht sich Nachhaltigkeit nicht nur auf die Gegenwart (das Jetzt), sondern auch die Zukunft (das Dann).

 

Einsatz oder Flaschenpfand

Das Wort der Flaschenpfand, in Österreich auch Einsatz, beschreibt einen Geldbetrag, den Kund_innen bei einem Getränkeanbieter oder im Supermarkt für bestimmte gekaufte Flaschen (z.B. Bierflaschen) zurückerhält, wenn die Flaschen wieder zurückgebracht und nicht weggeworfen werden. Das System soll die Wiederverwendung von Flaschen anregen. Gründe für das Pfandsystem sind vor allem ökologische Aspekte wie Ressourcenschonung und Energieeffizienz.