Lektion 3: Vom Garten zum Mund

 

Sprechen

Vor dem Hören und dem Lesen

Sprechen Sie mit einem Mitstudierenden und beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Haben Sie ein Haus oder eine Wohnung mit einem Garten oder einem Balkon?
  • Haben Sie dort Blumen, Kräuter, Gemüse und/oder Obst angebaut?

 

Hören

Habt ihr zu Hause einen Garten und wenn ja, was wächst in euren Gärten?

V&S (8:58-10:20)

S

Also zu Hause in Australien habe ich selbst keinen Garten. Ich wohne in einer kleinen Wohnung, aber dafür haben meine Eltern einen ziemlich großen Garten. Und in diesem Garten wächst, was weiß ich.. ahm. Es wachsen viele Dinge eigentlich, also zum Beispiel wir haben einen Zwetschkenbaum, wir haben einen Weinstochen, also Weintrauben, ah, Tomaten gibt’s im Sommer, Karotten. Also eigentlich viele Dinge.

V

Ich beneide dich. Aber, wenn ich einen Garten hätte, dann müsste ich daran arbeiten. Ich hab weder hier noch in den Staaten einen Garten und das ist nicht die größte Tragödie, dass ich keinen habe, weil ich mich um, die Pflanzen gar nicht kümmern muss.

I

Ja, es ist auch richtig viel Arbeit, finde ich…

S

Ja, es ist viel Arbeit, aber mein Vater verbringt sehr gern Zeit im Garten und ja, das ist ein Teil von seiner täglichen Entspannung, denke ich. Halt ein paar Stunden am Abend oder wann auch immer im Garten zu verbringen.

 

Lesen

Mia

I: Habt ihr zu Hause einen Garten? Und wenn ja, habt ihr dort etwas angebaut?

M: Wir haben leider gar keinen Garten…

I: Oh nein!

M: Aber eine Miniterrasse, aber da haben wir einiges…

I: Also Kräuter?

M: Ja, genau. Spezielle Kräuter oder auch dieses Kraut der Unsterblichkeit, das haben wir jetzt ein paar Wochen gehabt für den Smoothie. Also so spezielle Sachen, die man jetzt nicht so bekommt. Da beziehen wir auch unsere Dinge her, indem wir sie selbst anbauen, aber leider nur im ganz Kleinen. Das ist in Wien schwer.

 

 

Kultur

Gemüse und Obstanbau im eigenen Garten

Immer mehr Menschen, die in einer Wohnung der Stadt leben oder ein Haus mit einem relativ kleinen Garten haben, wollen ihr Obst und Gemüse selbst anbauen. Manche haben zum Beispiel einen kleinen Kräutergarten in einigen Blumenbeeten im Fenster oder auf dem Balkon; andere verwenden einen Teil ihres Gartens und pflanzen Gemüse wie Tomaten, Gurken und Zucchini an.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen sich für einen eigenen Garten entscheiden, aber Kosten und Qualität der Produkte stehen oft im Vordergrund. Bio-Lebensmittel werden immer teurer und die Qualität der Produkte ist nicht immer, wie es die Käufer erwarten. Sogar wenn man Bioprodukte kauft, kann man nie ganz sicher sein, dass die Lebensmittel wirklich ganz biologisch angebaut werden. Nur im eigenen Garten kontrolliert man vollständig, wie die Pflanzen und Bäume gedüngt werden.

 

 

Kultur

 

Der Schrebergarten, oder auch Kleingarten oder Laube,
bezeichnet einen eingezäunten Garten, insbesondere eine Anlage von Grundstücken, die von Vereinen verwaltet und günstig an Mitglieder verpachtet werden. Im typischen Schrebergarten steht oft ein kleines Gartenhaus (im Bild mit Terrasse und sogar einem kleinen Schwimmbad).

 

 

 

Ähnlich wie auf dem Balkon oder im Garten bauen viele Schrebergartenbesitzer*innen auch Gemüse und Obst an. Im Bild rechts sehen Sie einige Beete für Gemüse. In diesem Garten gibt es Fisolen (vorne rechts) und Tomaten (links daneben).

 

 

 

Lesen

Kompostieren… oder vom Garten zum Mund und wieder zurück

Mia, die das vegane Café besitzt, erklärt, dass es im Café sehr, sehr wenig Müll gibt. Sie achtet besonders darauf, wie und wo sie Lebensmittel kauft und hat fast nie Restmüll. Am Ende eines Tages gibt es meist ein wenig Papier und Glas, das recycelt werden muss. Der Rest ist biologisch abbaubare Abfälle. Gegenüber von ihrem Café gibt es eine Biomülltonne, wo sie ihren Abfall entsorgt. Außerdem hat Mia zu Hause einen Bokashi Eimer* und nimmt oft den Abfall, der beim Entsaften übrig bleibt, nach Hause mit.

* Hinweis: Der Bokashi Eimer ist eine Alternative für alle, die kompostieren wollen, aber keinen Garten haben. Dieser Haushaltseimer dient zur Fermentierung von Küchenabfällen und das Endprodukt ist einen hochwertigen Dünger für die Topfpflanzen zu Hause.

 

Arbeit mit dem Lesen

Und was sagen Sie dazu? Sprechen Sie mit ihrer/m Partner*in über das Thema “Kompostieren und Recyceln.”

Was für Biomüll entsteht bei dir hauptsächlich?
Hast du viel Bioabfall?
Kompostierst du oder kennst du jemanden, die/der kompostiert?
Was machst du mit deinem Papiermüll? Recycelst du?